5 Dinge, die ich niemals mit meiner Haut machen würde (und du auch nicht solltest)

5 Dinge, die ich niemals mit meiner Haut machen würde (und du auch nicht solltest)

 

Als Profikosmetikerin, die jeden Tag mit verschiedenen Hauttypen zu tun hat und viele Probleme löst, habe ich schon fast alles gesehen. Mit den Jahren kommt ein tieferes Verständnis nicht nur dafür, was funktioniert, sondern auch dafür, was definitiv schadet.

Oft sind die größten Schäden an der Haut nicht auf mangelnde Pflege zurückzuführen, sondern auf falsche Pflege.

Heute möchte ich dir 5 Dinge vorstellen, die ich aus professioneller Sicht niemals mit meiner eigenen Haut machen würde. Nimm sie als freundlichen Tipp von deiner Kosmetikerin, der dir hilft, häufige Fallstricke auf dem Weg zu gesunder und strahlender Haut zu vermeiden.

1. Ich würde niemals ein aggressives Gesichtspeeling mit groben Partikeln verwenden

Das Gefühl von „quietschend“ sauberer Haut nach der Anwendung eines Peelings mit groben Partikeln (wie zerkleinerten Nussschalen oder Zucker) kann trügerisch befriedigend sein. Die Wahrheit ist, dass diese Schleifmittel für die empfindliche Gesichtshaut zu grob sind.

  • Warum das ein Fehler ist: Sie verursachen mikroskopisch kleine Risse in der Hautbarriere. Das führt nicht nur zu Rötungen und Empfindlichkeit, sondern öffnet auch Tür und Tor für Bakterien und Entzündungen. Langfristig führt die beschädigte Barriere zu Austrocknung und vorzeitiger Hautalterung.
  • Die professionelle Alternative: Chemisches Peeling. Produkte mit AHA-, BHA- und PHA-Säuren lösen die Verbindungen zwischen den abgestorbenen Zellen sanft und effektiv, ohne physikalische Reibung. Sie glätten die Hautstruktur, reinigen die Poren und regen die Zellerneuerung auf kontrollierte und sichere Weise an.

2. Ich würde niemals auf Sonnenschutz verzichten, selbst an einem bewölkten Tag zu Hause

Das ist meine goldene Regel Nr. 1. Wenn ich Ihnen nur einen einzigen Tipp für die Hautpflege bis ans Ende Ihres Lebens geben könnte, wäre es dieser. Sonnenschutz ist nicht nur was für den Strand, sondern das wichtigste Anti-Aging-Produkt, das du jemals benutzen wirst.

  • Warum das ein Fehler ist: Etwa 80 % der sichtbaren Zeichen der Hautalterung (Falten, Flecken, Erschlaffung) werden durch UV-Strahlen verursacht und nicht durch das Alter selbst. UVA-Strahlen, die für die Hautalterung verantwortlich sind, sind das ganze Jahr über konstant und dringen durch Wolken und Glas. Wenn du auch nur einen Tag lang keinen Sonnenschutz benutzt, sammelt sich der Schaden an, den du erst Jahre später sehen wirst.
  • Die professionelle Alternative: Tägliche, ganzjährige Anwendung einer Breitband-Sonnencreme mit LSF 30 oder höher (idealerweise LSF 50+ PA++++). Koreanische Sonnenschutzprodukte sind perfekt, weil sie hohen Schutz in leichten, angenehm anzuwendenden Texturen bieten, die leicht zur Gewohnheit werden.

3. Ich würde niemals einen Pickel ausdrücken (vor allem keinen tiefen und entzündeten)

Ich weiß, wie verlockend das ist. Man sieht einen Pickel mit weißer Spitze und der Instinkt sagt einem, dass man ihn sofort entfernen muss. Aber glaub mir, die Folgen sind fast immer schlimmer als der Pickel selbst.

  • Warum das ein Fehler ist: Wenn du einen Pickel ausdrückst, riskierst du, die Entzündung und die Bakterien tiefer in die Haut zu drücken, was den kleinen Pickel in eine große und schmerzhafte Zyste verwandeln kann. Außerdem führt die Verletzung der Haut fast sicher zu einer postinflammatorischen Hyperpigmentierung (ein dunkler Fleck, der Wochen oder Monate lang sichtbar bleibt) und sogar zu einer bleibenden Narbe.
  • Die professionelle Alternative: Pickelpflaster (Pimple Patches). Diese kleinen Hydrokolloid-Pflaster sind genial. Sie saugen den Inhalt des Pickels auf, schützen ihn vor Bakterien (und deinen Fingern!), reduzieren die Entzündung und beschleunigen die Heilung. Bei tieferen Pickeln solltest du ein beruhigendes Spot-Treatment-Produkt verwenden.

4. Ich würde meine Produkte niemals nur bis zur Kieferlinie auftragen

Das ist einer der verräterischsten Fehler in der Hautpflege. Viele Leute geben sich große Mühe mit ihrem Gesicht, vergessen aber total die Bereiche, die genauso schnell altern – den Hals und das Dekolleté.

  • Warum das ein Fehler ist: Die Haut am Hals und Dekolleté ist noch dünner und empfindlicher als die im Gesicht und genauso der Sonne und Umwelteinflüssen ausgesetzt. Der Unterschied in Textur und Hautton zwischen einem gut gepflegten Gesicht und einem vernachlässigten Hals kann mit der Zeit sehr deutlich werden.
  • Die professionelle Alternative: „Ihr Gesicht endet an Ihrer Brust.“ Nehmen Sie sich das als Mantra zu Herzen. Alles, was Sie auf Ihr Gesicht auftragen – Reinigungsprodukt, Toner, Serum, Feuchtigkeitscreme und vor allem Sonnenschutz – sollte auch mit sanften, aufwärts gerichteten Bewegungen auf den gesamten Hals und das Dekolleté aufgetragen werden.5. Ich würde niemals 5 neue Wirkstoffe auf einmal verwendenBei so vielen spannenden Produkten auf dem Markt kann man leicht in Versuchung geraten, alles sofort ausprobieren zu wollen. Retinol am Dienstag, Vitamin C am Mittwoch, AHA am Donnerstag... Das ist ein Rezept für eine Katastrophe.Warum das ein Fehler ist: Die Haut mit zu vielen starken Inhaltsstoffen zu „bombardieren” ist der sicherste Weg, die Hautbarriere zu schädigen. Das Ergebnis ist gereizte, gerötete, empfindliche, schuppige und dehydrierte Haut, die anfälliger für alle möglichen Probleme ist. Außerdem weißt du bei einer negativen Reaktion nicht, welches Produkt dafür verantwortlich ist.Die professionelle Alternative: Führe jeweils nur ein neues aktives Produkt auf einmal ein. Gib deiner Haut mindestens 2–3 Wochen Zeit, sich daran zu gewöhnen, bevor du etwas anderes hinzufügst. Konzentriere dich auf die Konsistenz und nicht auf die Menge. Es ist besser, eine einfache Routine zu haben, die du jeden Tag machst, als eine komplizierte, die deine Haut reizt.

Hautpflege ist ein Marathon, kein Sprint. Wenn du diese grundlegenden Fehler vermeidest, legst du den Grundstein für gesunde, widerstandsfähige und schöne Haut für die kommenden Jahre. Schau dir die Produkte auf Wonder-skin.de an, die diese professionellen Prinzipien für eine sanfte, aber wirksame Pflege unterstützen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Warum sind mechanische Peelings mit groben Partikeln so schädlich für das Gesicht? Grobe Schleifmittel wie Nussschalen oder Zucker sind zu kantig für die zarte Gesichtshaut. Sie verursachen mikroskopisch kleine Risse in der Hautbarriere. Das macht deine Haut nicht nur anfälliger für Bakterien und Entzündungen, sondern führt langfristig auch zu Austrocknung und einer schnelleren Hautalterung. Chemische Peelings (AHA/BHA) sind hier die weitaus sanftere und effektivere Wahl.

2. Muss ich wirklich jeden Tag Sonnenschutz tragen, auch wenn ich nur drinnen bin? Ja, das ist die wichtigste Regel für gesunde Haut. UVA-Strahlen, die Hauptursache für Falten und Pigmentflecken, dringen problemlos durch Fensterscheiben und Wolkendecken. Der Schaden durch UV-Licht summiert sich über Jahre unbemerkt an. Wer täglich LSF 30 oder höher nutzt, betreibt die bestmögliche Anti-Aging-Vorsorge.

3. Was passiert genau, wenn ich einen Pickel ausdrücke? Beim Ausdrücken riskierst du, Bakterien und Eiter tiefer in das Gewebe zu pressen, was zu schmerzhaften Zysten führen kann. Zudem verletzt du die Hautoberfläche, was fast immer dunkle Flecken (Hyperpigmentierung) oder sogar bleibende Narben nach sich zieht. Hydrokolloid-Pflaster (Pimple Patches) sind die professionelle Lösung, um den Pickel sanft und ohne Narbenrisiko abheilen zu lassen.

4. Warum sollte die Hautpflege nicht am Kinn aufhören? Die Haut an Hals und Dekolleté ist besonders dünn und besitzt kaum Talgdrüsen, weshalb sie genauso schnell altert wie das Gesicht. Wenn du diese Bereiche vernachlässigst, entstehen dort schneller Falten und Sonnenschäden. Gewöhne dir an, alle Pflegeschritte – von der Reinigung bis zum Sonnenschutz – immer bis zur Brust fortzuführen.

5. Wieso ist es riskant, mehrere neue Wirkstoffe gleichzeitig in die Routine einzuführen? Wenn du zu viele neue Produkte auf einmal verwendest, überforderst du deine Hautbarriere. Es kann zu Rötungen, Schuppenbildung und extremer Empfindlichkeit kommen. Zudem kannst du bei einer Irritation nicht mehr nachvollziehen, welches Produkt die Reaktion ausgelöst hat. Führe neue Wirkstoffe daher immer im Abstand von 2–3 Wochen nacheinander ein.

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